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Insights
 
 
 
 

Bericht an die Aktionäre

Rekordergebnis dank solider Aufbauarbeit

 
 

Dr. Thomas Schmuckli, Verwaltungsratspräsident und David Dean, CEO

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre

Die Bossard Gruppe blickt auf ein äusserst erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 zurück: Unsere solide und zielorientierte Aufbauarbeit der letzten Jahre, die Anstrengungen zur Erschliessung neuer Märkte und ein zusehends freundliches Wirtschaftsumfeld haben zu einer deutlichen Leistungssteigerung beigetragen. So erhöhte sich der Betriebsgewinn (EBIT) um nicht weniger als 23,6 % auf 97,0 Mio. CHF, und der Konzerngewinn stieg sogar um 28,4 % auf 80,2 Mio. CHF. Dieses Ergebnis beinhaltet einen einmaligen Ertrag von netto 4,5 Mio. CHF aus dem Verkauf der Liegenschaft am ehemaligen Standort in Österreich. Auch die EBIT-Marge erreichte mit 12,3 % einen neuen Rekordwert und liegt weiterhin deutlich über dem Branchendurchschnitt. Grundlage für diesen eindrucksvollen Erfolg ist das hohe Interesse an unseren Produkten und Dienstleistungen, was sich in einem Umsatzplus von 13,1 % auf 786,2 Mio. CHF widerspiegelt.

Substanzielle Fortschritte in Europa

Es freut uns sehr, dass die Bossard Gruppe in allen drei Marktregionen entscheidende Fortschritte erzielt hat. Das Kapital, das wir in den vergangenen Jahren in Akquisitionen und in neue Infrastrukturen investiert haben, zahlt sich offenkundig aus. Dies lässt sich besonders an unserer starken Entwicklung im europäischen Markt ablesen, wo wir 2017 knapp 60 % des Umsatzes generiert haben. Unser Europawachstum belegt die Nachhaltigkeit unserer Investitionsstrategie und war 2017 von allen Ländern getragen. Im Süden und Osten Europas wurden mehrheitlich zweistellige Zuwachsraten verbucht. Auch das Geschäft in der Schweiz, das lange unter der Frankenaufwertung zu leiden hatte, leistete einen wichtigen Beitrag zur guten Gesamtentwicklung.

Natürlich wurde unser Europageschäft auch durch die positive Konjunkturlage begünstigt. Während die europäischen Märkte in den letzten Jahren immer wieder unter politischen Ereignissen zu leiden hatten, entwickelten sie sich 2017 unabhängiger von den politischen Rahmenbedingungen. Dies hat uns zusätzlichen Rückenwind verliehen.

Auch in Amerika und Asien glänzt die Bossard Gruppe mit profitablem Wachstum. Stark zugelegt hat unser Geschäft in Amerika, wo wir in den letzten zwei Jahren mit gewichtigen Übernahmen unsere Präsenz im Westen und Nordosten der USA festigen konnten. Die Akquisition von Arnold Industries im September 2016 hat einen grossen Beitrag zur positiven Entwicklung unseres Amerikageschäfts geleistet. Gleichzeitig hat auch das angestammte Geschäft deutlich zugelegt. Dies erklärt sich unter anderem auch durch das günstige Marktumfeld für unsere beiden US-Grosskunden.

Unser Asiengeschäft profitiert ebenfalls von den Vorleistungen der vergangenen Jahre: Durch den Ausbau unserer Kapazitäten in China, Südkorea, Thailand und Malaysia haben wir eine tragfähige Grundlage für das zweistellige Wachstum gelegt, das wir in den meisten Ländern der Region erzielt haben. Vor allem in China, unserem wichtigsten asiatischen Markt, hat sich die Erweiterung unserer Infrastruktur positiv ausgewirkt. In Indien dagegen wurden durch ungünstige Entwicklungen im Windenergiesegment und aufgrund regulatorischer Einflüsse die Ziele nicht erreicht.

Akquisitionen stützen das rentable Wachstum

Mit ihrer Akquisitionsstrategie will die Bossard Gruppe Marktpositionen konsolidieren, Wachstumsimpulse setzen und in neue Marktsegmente vorstossen. Mit Genugtuung stellen wir fest, dass die Übernahmen der letzten Jahre sehr erfolgreich waren. Wir haben Firmen mit viel Wissen und hochwertigen Produktportfolios erworben, die sich gut in unser Konzerngefüge integrieren liessen. Dank unserer zielorientierten und vorsichtigen Übernahmepolitik waren in keiner der erworbenen Firmen kostspielige Restrukturierungen notwendig. Vielmehr haben die Unternehmen von Anfang an die erwarteten Resultate erbracht und entscheidend zur starken Entwicklung der Bossard Gruppe beigetragen. Diese bewährte Akquisitionsstrategie werden wir in den nächsten Jahren weiter fortsetzen, ohne dabei gleichzeitig das organische Wachstum zu vernachlässigen.

Unser Ziel ist, stetig neue Wachstumsimpulse zu setzen. Besonderes Interesse haben wir am Thema Elektromobilität in der Automobilindustrie, wo wir als Partner des grössten US-Elektrofahrzeugherstellers bereits viel Erfahrung und Wissen gesammelt haben. Mit dieser Erfahrung im Rücken engagieren wir uns verstärkt in diversen Bereichen der Elektromobilität. Unsere Kompetenz fliesst in vielfältige Projekte ein, die zum Beispiel öffentliche Autobusse, die Entwicklung von Motorrollern oder das autonome Fahren zum Gegenstand haben. Auch Batteriehersteller zählen zu unseren Kooperationspartnern. Diese Projekte stellen allesamt Investitionen in die Zukunft dar und werden deshalb im Jahr 2018 noch keinen nennenswerten Geschäftsbeitrag leisten. Erfahrungsgemäss haben solche Projekte eine Vorlaufzeit von zwei bis drei Jahren, die wir im Rahmen unserer langfristig ausgerichteten Wachstumsstrategie gerne in Kauf nehmen. Eine wichtige Rolle bei unserem wachsenden Engagement für die Elektromobilität spielt unser neues Bossard Design Center, welches wir im letzten Jahr in Milpitas, Kalifornien, eröffnet haben.

Viel Anerkennung für Smart Factory Logistics

Auch das Thema Industrie 4.0 – die Automatisierung und Vernetzung der Produktionsprozesse unserer Industriekunden mit unseren Beschaffungsprozessen – bleibt für uns ein hochaktuelles Thema. Wie Sie wissen, arbeiten wir in diesem Bereich mit verschiedenen Universitäten und Fachinstituten rund um die Welt zusammen. Bei der Neustrukturierung von Industrieanlagen ist das Know-how unseres Bereichs Smart Factory Logistics gefragt, weil dadurch eine deutliche Steigerung der Produktivität und Senkung der Produktionskosten bei unseren Kunden erzielt werden kann. Mit den Lösungen von Smart Factory Logistics nimmt Bossard eine Vorreiterrolle ein und stösst auf wachsendes Interesse von Industrieunternehmen. Wir wollen dieses Know-how nun auch ausserhalb der industriellen Fertigung vermarkten und führen derzeit ein Pilotprojekt an einem grossen Schweizer Spital durch. Unsere intelligenten Systeme sind nach unserer Überzeugung überall dort relevant, wo Materialien eingesetzt, transportiert und verarbeitet werden und tragen dementsprechend zur Produktivitätssteigerung bei. Deshalb expandieren wir zunehmend in andere Wirtschaftszweige, in denen wir unsere Lösungen künftig über unsere neue Tochtergesellschaft Effilio AG anbieten. 

Des Weiteren beschäftigen wir uns mit den Herausforderungen und Möglichkeiten des 3D-Drucks. So hat Bossard in der Schweiz die Vertriebsrechte für 3D-Kunststoffdrucker eines deutschen Herstellers übernommen. Auch bei 3D-Metalldruckern beabsichtigen wir künftig Präsenz zu zeigen. Mit diesem Engagement wollen wir unseren Kunden Know-how zu dieser innovativen Produktionsmethode bereitstellen. Dabei ist uns ein enger Austausch wichtig, um die Kundenbedürfnisse genau zu verstehen. Indes dürfte der 3D-Druck auch künftig eher geringe Bedeutung bei der Herstellung unserer Verbindungslösungen erlangen, insbesondere weil die Methode auf lange Sicht viel zu kostspielig und langsam bleiben wird. In einigen Wirtschaftszweigen wie der Luftfahrt- und Automobilindustrie halten jedoch mit dem 3D-Druck neue Materialien Einzug, mit denen wir uns beschäftigen. Speziell für diese Anwendungen bieten wir unseren Kunden neue Verbindungslösungen. 

Bei Bossard ist vieles in Bewegung. Die Resultate des Geschäftsjahrs 2017 bestätigen unsere strategischen Leitlinien, die auf Langfristigkeit und Nachhaltigkeit ausgerichtet sind. Unser Aufbau neuer Kapazitäten und Infrastrukturen in mehreren Regionen zahlt sich in einem verbesserten Konjunkturumfeld zusätzlich aus. Von diesem Engagement profitieren letztlich alle unsere Stakeholder. Die erfolgreiche Geschäftsentwicklung der letzten Jahre schafft Stabilität innerhalb der Gruppe, sichert Arbeitsplätze und schafft die Voraussetzungen dafür, dass wir auch anspruchsvolle Wünsche unserer Kunden erfüllen können. Nicht zuletzt führt unsere starke Leistung zu stetig steigenden Ausschüttungen an die Aktionäre. So wird das Geschäftsjahr 2017 erneut zu einer substanziellen Dividendenerhöhung führen. 

Gut positioniert für weiteres Wachstum

Wir schauen mit Optimismus in die nahe und ferne Zukunft. Das konjunkturelle Umfeld weckt steigende Erwartungen. Wir sind nach den Investitionen der letzten Jahre gut gerüstet, um einen weltweiten Nachfrageanstieg bedienen zu können. Im Sinne unseres ganzheitlichen Ansatzes Proven Productivity bieten wir unseren Kunden mit innovativen Lösungen und Dienstleistungen einen Mehrwert. Dank unseres eng geflochtenen Zuliefernetzes, das höchsten Ansprüchen standhält, können wir Versorgungsengpässe vermeiden und den konjunkturellen Auftrieb voll für uns nutzen. Damit ist eine weitere Maxime der Bossard Strategie angesprochen: die Versorgungssicherheit. Diese garantiert unseren Kunden jederzeitige Verfügbarkeit von Verbindungslösungen – selbst bei einer so hohen Nachfrage, wie wir sie aktuell erleben, und wir sind bestrebt, unser partnerschaftlich organisiertes Netzwerk stetig weiter zu verbessern.

Bossard ist auf einem guten Weg in die Zukunft, und wir hoffen, dass unsere Kunden, unsere Mitarbeitenden und ganz besonders Sie, geschätzte Aktionärinnen und Aktionäre, diesen Weg weiterhin honorieren. Für Ihre Treue und Ihr Vertrauen, das Sie unserem Unternehmen entgegenbringen, möchten wir uns an dieser Stelle herzlich bedanken.

Dr. Thomas Schmuckli
Verwaltungsratspräsident

David Dean
CEO

Zug, 23. Februar 2018

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre

Die Bossard Gruppe blickt auf ein äusserst erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 zurück: Unsere solide und zielorientierte Aufbauarbeit der letzten Jahre, die Anstrengungen zur Erschliessung neuer Märkte und ein zusehends freundliches Wirtschaftsumfeld haben zu einer deutlichen Leistungssteigerung beigetragen. So erhöhte sich der Betriebsgewinn (EBIT) um nicht weniger als 23,6 % auf 97,0 Mio. CHF, und der Konzerngewinn stieg sogar um 28,4 % auf 80,2 Mio. CHF. Dieses Ergebnis beinhaltet einen einmaligen Ertrag von netto 4,5 Mio. CHF aus dem Verkauf der Liegenschaft am ehemaligen Standort in Österreich. Auch die EBIT-Marge erreichte mit 12,3 % einen neuen Rekordwert und liegt weiterhin deutlich über dem Branchendurchschnitt. Grundlage für diesen eindrucksvollen Erfolg ist das hohe Interesse an unseren Produkten und Dienstleistungen, was sich in einem Umsatzplus von 13,1 % auf 786,2 Mio. CHF widerspiegelt.

Substanzielle Fortschritte in Europa

Es freut uns sehr, dass die Bossard Gruppe in allen drei Marktregionen entscheidende Fortschritte erzielt hat. Das Kapital, das wir in den vergangenen Jahren in Akquisitionen und in neue Infrastrukturen investiert haben, zahlt sich offenkundig aus. Dies lässt sich besonders an unserer starken Entwicklung im europäischen Markt ablesen, wo wir 2017 knapp 60 % des Umsatzes generiert haben. Unser Europawachstum belegt die Nachhaltigkeit unserer Investitionsstrategie und war 2017 von allen Ländern getragen. Im Süden und Osten Europas wurden mehrheitlich zweistellige Zuwachsraten verbucht. Auch das Geschäft in der Schweiz, das lange unter der Frankenaufwertung zu leiden hatte, leistete einen wichtigen Beitrag zur guten Gesamtentwicklung.

Natürlich wurde unser Europageschäft auch durch die positive Konjunkturlage begünstigt. Während die europäischen Märkte in den letzten Jahren immer wieder unter politischen Ereignissen zu leiden hatten, entwickelten sie sich 2017 unabhängiger von den politischen Rahmenbedingungen. Dies hat uns zusätzlichen Rückenwind verliehen.

Auch in Amerika und Asien glänzt die Bossard Gruppe mit profitablem Wachstum. Stark zugelegt hat unser Geschäft in Amerika, wo wir in den letzten zwei Jahren mit gewichtigen Übernahmen unsere Präsenz im Westen und Nordosten der USA festigen konnten. Die Akquisition von Arnold Industries im September 2016 hat einen grossen Beitrag zur positiven Entwicklung unseres Amerikageschäfts geleistet. Gleichzeitig hat auch das angestammte Geschäft deutlich zugelegt. Dies erklärt sich unter anderem auch durch das günstige Marktumfeld für unsere beiden US-Grosskunden.

Unser Asiengeschäft profitiert ebenfalls von den Vorleistungen der vergangenen Jahre: Durch den Ausbau unserer Kapazitäten in China, Südkorea, Thailand und Malaysia haben wir eine tragfähige Grundlage für das zweistellige Wachstum gelegt, das wir in den meisten Ländern der Region erzielt haben. Vor allem in China, unserem wichtigsten asiatischen Markt, hat sich die Erweiterung unserer Infrastruktur positiv ausgewirkt. In Indien dagegen wurden durch ungünstige Entwicklungen im Windenergiesegment und aufgrund regulatorischer Einflüsse die Ziele nicht erreicht.

Akquisitionen stützen das rentable Wachstum

Mit ihrer Akquisitionsstrategie will die Bossard Gruppe Marktpositionen konsolidieren, Wachstumsimpulse setzen und in neue Marktsegmente vorstossen. Mit Genugtuung stellen wir fest, dass die Übernahmen der letzten Jahre sehr erfolgreich waren. Wir haben Firmen mit viel Wissen und hochwertigen Produktportfolios erworben, die sich gut in unser Konzerngefüge integrieren liessen. Dank unserer zielorientierten und vorsichtigen Übernahmepolitik waren in keiner der erworbenen Firmen kostspielige Restrukturierungen notwendig. Vielmehr haben die Unternehmen von Anfang an die erwarteten Resultate erbracht und entscheidend zur starken Entwicklung der Bossard Gruppe beigetragen. Diese bewährte Akquisitionsstrategie werden wir in den nächsten Jahren weiter fortsetzen, ohne dabei gleichzeitig das organische Wachstum zu vernachlässigen.

Unser Ziel ist, stetig neue Wachstumsimpulse zu setzen. Besonderes Interesse haben wir am Thema Elektromobilität in der Automobilindustrie, wo wir als Partner des grössten US-Elektrofahrzeugherstellers bereits viel Erfahrung und Wissen gesammelt haben. Mit dieser Erfahrung im Rücken engagieren wir uns verstärkt in diversen Bereichen der Elektromobilität. Unsere Kompetenz fliesst in vielfältige Projekte ein, die zum Beispiel öffentliche Autobusse, die Entwicklung von Motorrollern oder das autonome Fahren zum Gegenstand haben. Auch Batteriehersteller zählen zu unseren Kooperationspartnern. Diese Projekte stellen allesamt Investitionen in die Zukunft dar und werden deshalb im Jahr 2018 noch keinen nennenswerten Geschäftsbeitrag leisten. Erfahrungsgemäss haben solche Projekte eine Vorlaufzeit von zwei bis drei Jahren, die wir im Rahmen unserer langfristig ausgerichteten Wachstumsstrategie gerne in Kauf nehmen. Eine wichtige Rolle bei unserem wachsenden Engagement für die Elektromobilität spielt unser neues Bossard Design Center, welches wir im letzten Jahr in Milpitas, Kalifornien, eröffnet haben.

Viel Anerkennung für Smart Factory Logistics

Auch das Thema Industrie 4.0 – die Automatisierung und Vernetzung der Produktionsprozesse unserer Industriekunden mit unseren Beschaffungsprozessen – bleibt für uns ein hochaktuelles Thema. Wie Sie wissen, arbeiten wir in diesem Bereich mit verschiedenen Universitäten und Fachinstituten rund um die Welt zusammen. Bei der Neustrukturierung von Industrieanlagen ist das Know-how unseres Bereichs Smart Factory Logistics gefragt, weil dadurch eine deutliche Steigerung der Produktivität und Senkung der Produktionskosten bei unseren Kunden erzielt werden kann. Mit den Lösungen von Smart Factory Logistics nimmt Bossard eine Vorreiterrolle ein und stösst auf wachsendes Interesse von Industrieunternehmen. Wir wollen dieses Know-how nun auch ausserhalb der industriellen Fertigung vermarkten und führen derzeit ein Pilotprojekt an einem grossen Schweizer Spital durch. Unsere intelligenten Systeme sind nach unserer Überzeugung überall dort relevant, wo Materialien eingesetzt, transportiert und verarbeitet werden und tragen dementsprechend zur Produktivitätssteigerung bei. Deshalb expandieren wir zunehmend in andere Wirtschaftszweige, in denen wir unsere Lösungen künftig über unsere neue Tochtergesellschaft Effilio AG anbieten. 

Des Weiteren beschäftigen wir uns mit den Herausforderungen und Möglichkeiten des 3D-Drucks. So hat Bossard in der Schweiz die Vertriebsrechte für 3D-Kunststoffdrucker eines deutschen Herstellers übernommen. Auch bei 3D-Metalldruckern beabsichtigen wir künftig Präsenz zu zeigen. Mit diesem Engagement wollen wir unseren Kunden Know-how zu dieser innovativen Produktionsmethode bereitstellen. Dabei ist uns ein enger Austausch wichtig, um die Kundenbedürfnisse genau zu verstehen. Indes dürfte der 3D-Druck auch künftig eher geringe Bedeutung bei der Herstellung unserer Verbindungslösungen erlangen, insbesondere weil die Methode auf lange Sicht viel zu kostspielig und langsam bleiben wird. In einigen Wirtschaftszweigen wie der Luftfahrt- und Automobilindustrie halten jedoch mit dem 3D-Druck neue Materialien Einzug, mit denen wir uns beschäftigen. Speziell für diese Anwendungen bieten wir unseren Kunden neue Verbindungslösungen. 

Bei Bossard ist vieles in Bewegung. Die Resultate des Geschäftsjahrs 2017 bestätigen unsere strategischen Leitlinien, die auf Langfristigkeit und Nachhaltigkeit ausgerichtet sind. Unser Aufbau neuer Kapazitäten und Infrastrukturen in mehreren Regionen zahlt sich in einem verbesserten Konjunkturumfeld zusätzlich aus. Von diesem Engagement profitieren letztlich alle unsere Stakeholder. Die erfolgreiche Geschäftsentwicklung der letzten Jahre schafft Stabilität innerhalb der Gruppe, sichert Arbeitsplätze und schafft die Voraussetzungen dafür, dass wir auch anspruchsvolle Wünsche unserer Kunden erfüllen können. Nicht zuletzt führt unsere starke Leistung zu stetig steigenden Ausschüttungen an die Aktionäre. So wird das Geschäftsjahr 2017 erneut zu einer substanziellen Dividendenerhöhung führen. 

Gut positioniert für weiteres Wachstum

Wir schauen mit Optimismus in die nahe und ferne Zukunft. Das konjunkturelle Umfeld weckt steigende Erwartungen. Wir sind nach den Investitionen der letzten Jahre gut gerüstet, um einen weltweiten Nachfrageanstieg bedienen zu können. Im Sinne unseres ganzheitlichen Ansatzes Proven Productivity bieten wir unseren Kunden mit innovativen Lösungen und Dienstleistungen einen Mehrwert. Dank unseres eng geflochtenen Zuliefernetzes, das höchsten Ansprüchen standhält, können wir Versorgungsengpässe vermeiden und den konjunkturellen Auftrieb voll für uns nutzen. Damit ist eine weitere Maxime der Bossard Strategie angesprochen: die Versorgungssicherheit. Diese garantiert unseren Kunden jederzeitige Verfügbarkeit von Verbindungslösungen – selbst bei einer so hohen Nachfrage, wie wir sie aktuell erleben, und wir sind bestrebt, unser partnerschaftlich organisiertes Netzwerk stetig weiter zu verbessern.

Bossard ist auf einem guten Weg in die Zukunft, und wir hoffen, dass unsere Kunden, unsere Mitarbeitenden und ganz besonders Sie, geschätzte Aktionärinnen und Aktionäre, diesen Weg weiterhin honorieren. Für Ihre Treue und Ihr Vertrauen, das Sie unserem Unternehmen entgegenbringen, möchten wir uns an dieser Stelle herzlich bedanken.

Dr. Thomas Schmuckli
Verwaltungsratspräsident

David Dean
CEO

Zug, 23. Februar 2018

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Highlights

Neue Höchstmarken – rekordhohe Rentabilität

Bossard ist weiterhin auf Wachstumskurs: Umsatz, Betriebsgewinn (EBIT) und Konzerngewinn stiegen auch 2017 auf neue Rekordmarken. Diese Entwicklung ist eine Bestätigung für unsere Investitionspolitik, die auf rentables Wachstum abzielt.

 

Auf einen Blick

Nettoumsatz
in Mio. CHF

Der Umsatz nimmt um

0%

auf eine neue Rekordmarke von 786,2 Mio. CHF zu.

Geografische Umsatzverteilung
in %
Betriebsgewinn
in Mio. CHF

Zielgerichtete Investitionen zahlen sich aus – Betriebsgewinn steigt um 23,6 % auf neue Höchstmarke. 

Konzerngewinn
In Mio. CHF

+28,4 %  
Konzerngewinn auf Rekordhoch – Basis für zukünftiges Wachstum. 

 
 

Corporate Governance

Einblick in Struktur und Gremien

Die ­Bossard Gruppe lehnt sich mit ihrer Organisationsstruktur an die internationalen Standards der Unternehmensführung an. Die Organe und die Leitung des Konzerns orientieren sich an der Richtlinie betreffend Informationen zur Corporate Governance der SIX Swiss Exchange sowie am «Swiss Code of Best Practice for Corporate Governance» von economiesuisse.

 

Verwaltungsrat

Dr. Thomas Schmuckli-Grob
Verwaltungsratspräsident seit 2007

Dr. Thomas Schmuckli-Grob arbeitet heute als professioneller Verwaltungsrat. Von 1993 bis 2013 übte er verschiedene Führungsfunktionen im Bereich General Counsel der Credit Suisse Gruppe aus, zuerst in der Bank Leu Gruppe, ab 1998 mit einem Unterbruch in der Credit Suisse. Von 2005 bis 2007 leitete er den Rechtsdienst Corporate & Institutional Clients der Credit Suisse in Zürich, danach als Managing Director den Bereich Legal and Compliance Asset Management in Zürich (2007 bis 2013). Von 2000 bis 2005 verantwortete er den Bereich Prozess- und Produktmanagement bei der Zuger Kantonalbank.

Anton Lauber
Verwaltungsrat seit 2006

Seit 2012 arbeitet Anton Lauber als professioneller Verwaltungsrat. Von 2008 bis 2011 verantwortete er als Verwaltungsratsdelegierter der Schurter AG die Division Components der Schurter Gruppe, Luzern. Von 1993 bis 2008 führte er als CEO und ab 1996 als Verwaltungsratsdelegierter die Schurter AG, wo er von 1988 bis 1992 als Leiter Produktion und Technik tätig war. Davor leitete er die Generatorfabrik der ABB Schweiz.

Dr. René Cotting
Verwaltungsrat seit 2015

Dr. René Cotting ist seit 1995 in der ABB Gruppe in verschiedenen Funktionen im In- und Ausland tätig. Von 2013 bis Ende Mai 2017 war er CFO in der Geschäftsleitung der ABB Schweiz. Am 1. März 2017 wurde er zum Head of Operation, Innovation und R&D für die ABB Gruppe und zum Chairman von ABB Technology Ventures ernannt.

Daniel Lippuner
Verwaltungsrat seit 2015

Daniel Lippuner ist seit 2017 Chief Operating Officer der Meyer Burger Gruppe in Thun, Schweiz. Er führte von 2013 bis 2015 als Group Chief Executive Officer die Saurer Gruppe in Shanghai, China und Wattwil, Schweiz. Er übernahm diese Funktion nach beruflichen Stationen im Finanzbereich, im Verkauf und Marketing sowie im General Management bei OC Oerlikon, Hilti AG und Rieter Automotive – heute Autoneum.

Prof. Dr. Stefan Michel
Verwaltungsrat seit 2011

Seit 2008 ist Prof. Dr. Stefan Michel als Professor für Marketing und Service Management und Direktor des Executive MBA am IMD in Lausanne tätig. Von 2003 bis 2008 war er Professor an der Thunderbird School of Global Management, Arizona, USA. Davor lehrte er als Professor an der Hochschule Luzern, führte ein familieneigenes Hotel und arbeitete bei der Bank Leu in Zürich.

Maria Teresa Vacalli
Verwaltungsrätin seit 2013

Maria Teresa Vacalli ist seit 2016 als CEO bei Moneyhouse in Rotkreuz tätig. Von 2008 bis 2016 war sie Direktorin Wholesale Unit bei Sunrise Communications AG in Zürich und seit 2014 Executive Director. Von 2002 bis 2008 hatte sie verschiedene Führungsfunktionen bei der upc cablecom GmbH – heute upc Schweiz GmbH – in Zürich inne. Davor war sie in diversen Managementfunktionen bei unterschiedlichen Unternehmen tätig. 

Helen Wetter-Bossard
Verwaltungsrätin seit 2002

Helen Wetter-­Bossard ist für die kaufmännische Führung des eigenen Familienbetriebs zuständig. Von 2005 bis 2011 war sie Mitglied der Rechnungsprüfungskommission der Korporation Zug und ab 2009 deren Präsidentin. Von 1996 bis 1999 war sie als Gerichtsschreiberin am Verwaltungsgericht des Kantons Luzern tätig.

Konzernleitung

David Dean
CEO der Gruppe seit 2005

Von 1998 bis 2004 war David Dean CFO der Gruppe und ist seit 1992 bei Bossard. In den Jahren 1990 bis 1992 war er Corporate Controller und Mitglied der Konzernleitung in einem weltweit tätigen Logistikkonzern. Von 1980 bis 1990 war er in verschiedenen Führungsfunktionen in der Wirtschaftsprüfung und -beratung bei der PricewaterhouseCoopers AG tätig.

Stephan Zehnder
CFO der Gruppe seit 2005

Von 1996 bis 1997 war Stephan Zehnder bei Bossard im Corporate Finance als Controller tätig. 1998 übernahm er in der Bossard Gruppe die Funktion des Corporate Controller, die er bis Ende 2004 ausübte. Davor war er bei verschiedenen internationalen Unternehmen in unterschiedlichen Funktionen im Finanzbereich tätig.

Beat Grob
CEO Zentraleuropa seit 2006

Beat Grob trat 1995 als Projektleiter Logistik bei ­Bossard ein und übernahm im Folgejahr die Verantwortlichkeit der Logistik der Bossard Gruppe. In den Jahren 2005 bis 2016 war er Geschäftsführer von ­Bossard Schweiz.

Dr. Daniel Bossard
CEO Nord- & Osteuropa seit 2009

Von 2006 bis 2008 war Dr. Daniel Bossard als Sales & Marketing-Manager der Bossard Gruppe für die Neuausrichtung der Verkaufsstrategie und die Entwicklung internationaler Kundenbeziehungen verantwortlich. Von 2003 bis 2006 war er Geschäftsführer von Bossard Dänemark. Dr. Daniel Bossard stiess im Jahr 2000 als E-Business-Manager zur Bossard Gruppe, nachdem er zuvor als Berater bei Andersen Consulting – heute Accenture – tätig gewesen war.

Steen Hansen
CEO Amerika seit 2008

Von 2006 bis 2008 war Steen Hansen Geschäftsführer von Bossard IIP, Cedar Falls, Iowa. Von 2004 bis 2006 zeichnete er sich für die Gruppenlogistik verantwortlich. 2001 startete Steen Hansen seinen beruflichen Werdegang bei Bossard als Logistikleiter in Dänemark. Vor seiner Tätigkeit bei Bossard hatte er verschiedene Führungspositionen inne; zuletzt war er Supply Chain Manager bei Nomeco Denmark, einem führenden Grosshändler von Arzneimitteln.

Robert Ang
CEO Asien seit 2009

Von 2005 bis 2009 war Robert Ang für die Marktregion Bossard Greater China (China, Taiwan) und davor für die Region Südostasien verantwortlich. In den Jahren 1997 bis 1999 war er Geschäftsführer von Bossard Singapur. Von 1994 bis 1997 führte Robert Ang sein eigenes Unternehmen, das 1997 von Bossard erworben wurde. Zuvor war er vier Jahre Produktmanager bei Conner Peripherals und Optics Storage Pte Ltd. in Singapur. Von 1986 bis 1989 arbeitete er als Einkäufer bei der Printronix AG.

Dr. Frank Hilgers
CCO der Gruppe seit 2015

Dr. Frank Hilgers zeichnet sich seit 2015 für das konzernweite Management des Bereichs Markenprodukte und hochwertige Verbindungslösungen (Chief Category Officer, CCO) verantwortlich. Ausserdem leitet er seit 2012 die Geschäftseinheiten von KVT-Fastening. Von 2009 bis 2012 war er in der Geschäftsleitung der KVT-Koenig für Vertrieb, Produktmanagement und die Sparte Verbindungstechnik verantwortlich. Von 2007 bis 2009 hatte er bei Continental die Verantwortung für sämtliche Länderorganisationen des Ersatzteilgeschäfts und das Key Account Management für den Bereich Commercial & Special Vehicle inne. (Weitere Funktionen s. PDF Geschäftsbericht.)

 
 

Vergütungsbericht

Vergütungen im Geschäftsjahr 2017

In diesem Vergütungsbericht werden Vergütungsgrundsätze und -programme sowie das Governance-System für Vergütungen an den Verwaltungsrat und die Konzernleitung der ­Bossard Holding AG beschrieben. Der Bericht enthält zudem Angaben zur Vergütung für diese beiden Gremien im Geschäftsjahr 2017.

 
 

Finanzbericht

Neue Höchstmarken – rekordhohe Rentabilität

Die Bossard Gruppe kann auf ein weiteres sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken: Umsatz, Betriebsgewinn (EBIT) sowie Konzerngewinn konnten deutlich gesteigert werden und erreichten neue Rekordmarken. Der Umsatz nahm gegenüber dem Vorjahr um 13,1 % auf 786,2 Mio. CHF zu. Zu dieser Leistungssteigerung haben alle Marktregionen mit zweistelligen Wachstumsraten beigetragen. Der Betriebsgewinn stieg um 23,6 % auf 97,0 Mio. CHF, während die EBIT-Marge von 11,3 % auf rekordhohe 12,3 % kletterte und damit deutlich über dem Branchendurchschnitt lag. Markant verbessert hat sich auch der Konzerngewinn, der um nicht weniger als 28,4 % auf 80,2 Mio. CHF anstieg. Insgesamt verzeichneten wir 2017 nicht nur Wachstum auf hohem Niveau, wir konnten auch unsere überdurchschnittliche Rentabilität weiter festigen.

 
 

Proven Productivity

Im Dienst der Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden

David Dean, CEO Bossard Gruppe

Gemeinsam mit unseren Kunden vorwärtskommen heisst für uns, Lösungen zu entwickeln, die besser, schneller, effizienter und kostengünstiger sind – und somit unseren Kunden helfen, ihre Konkurrenz zu überflügeln. Diese ganzheitliche Sicht nennen wir bei Bossard „Proven Productivity“.

Die Vision Smart Factory Logistics verwirklichen

Bossard Smart Factory Logistics bietet Ihnen nicht nur ein reibungsloses und zuverlässiges B- und C-Teile Management, sondern macht Ihre Produktion fit für die Zukunft. Unsere Methodik basiert auf den Megatrends der Industrie wie zum Beispiel das Internet der Dinge und Industrie 4.0. Damit eröffnen sich Ihnen bisher verborgene Möglichkeiten zur Steigerung Ihrer Produktivität und Optimierung Ihrer Supply Chain Prozesse. Gestalten Sie Ihre Produktion smart – und positionieren Sie sich mit Smart Factory Logistics vor Ihrer Konkurrenz.

So profitieren unsere Kunden von den Bossard Lösungen

Thomas Siegenthaler

Produktionsleiter Traction Converters, ABB Schweiz AG

Erfolgreiche Partnerschaft für eine Lean Factory.

«Im ABB Werk in Turgi stellen wir Stromrichter her, das Herzstück jeder Bahn. Unsere Kunden –  Schienenfahrzeughersteller – haben hohe Erwartungen an uns. Dafür benötigen wir schlanke Abläufe, flexible Prozesse und selbstverständlich eine höchstmögliche Produktivität. Seit der Implementierung von SmartBin habe ich nicht mehr erlebt, dass die benötigten C-Teile gefehlt haben, ein zentraler Punkt für die Prozesssicherheit und die pünktliche Auslieferung. Ich bin überzeugt, dass die gute partnerschaftliche Zusammenarbeit ein wichtiger Erfolgsfaktor für dieses Projekt war. Wir können Monat für Monat quantifizierbare Erfolge ausweisen. Das nenne ich Proven Productivity.»

YD Meng

General Manager Bühler (China) Machinery Manufacturing Co., Ltd.

Wir wählten Bossard nicht nur wegen ihrer Produkte, sondern auch nach ihrer Philosophie der Proven Productivity.

«Bühler ist ein weltweit führender Hersteller von Maschinen für die Lebensmittelverarbeitung. Wir haben schon oft erfolgreich mit Bossard in gemeinsamen Projektteams zusammengearbeitet. Wir fokussieren uns miteinander auf unsere globale Versorgungskette, was sowohl Produkte aber auch effiziente Abläufe beinhaltet. Bossard zeigt uns Produktlösungen und Logistikkonzepte – wie das SmartBin – auf, die uns dabei helfen, unsere Kosten zu senken und die Produktivität zu steigern. Ich denke, dies ist der grösste Mehrwert, den uns Bossard bringt.»

Shi Yanyu

General Manager Excavator Division, SDLG Construction Machinery Co., Ltd.

Enge Zusammenarbeit steigert Produktsicherheit und reduziert Lagerbestand um 75 %.

«Am Hauptsitz von SDLG in Linyi stellen wir jährlich 20 000 Bagger und 50 000 Radlader her. Für uns steht Sicherheit an erster Stelle. Früher sind Schrauben anderer Lieferanten während der Montage gebrochen. Nun garantieren die Verbindungslösungen von Bossard die Sicherheit unserer Maschinen, was uns geholfen hat, die Prozesskosten zu senken und die Produktivität zu erhöhen. Indem wir zudem SmartBin eingeführt haben, konnten wir unseren Lagerbestand um 75 % reduzieren, ohne bei der Verfügbarkeit Kompromisse einzugehen. Wir werden auf jeden Fall unsere Zusammenarbeit mit Bossard in den Bereichen Produktlösungen und Logistik weiter verstärken.»

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